PORTUGAL  ab 27.02.2018

27.02.2018  Ich bin in Portugal gelandet und stehe auf dem Stellplatz in Vila Real de Santo Antonio auf dem Parque de Autocaravanas.  N 37-11-58,03  W 7-24-55,50  Die Parkgebühr ist 4,50 und man könnte auch Strom haben.

Vila Real de Santo Antonio hat eine interessante Geschichte: An der Mündung des Guadiana lag früher der Fischerort Santo Antonio, der durch ein Seebeben vollständig zerstört wurde. 1774 ließ an dieser Stelle der Marquês de Pombal, in nur fünf Monaten eine neue Stadt erbauen:  Erfahrung mit dem schnellen Wiederaufbau einer Stadt hatte der Marquês in Lissabon gesammelt. Dort wurde nach dem Erdbeben 1755 unter seiner Regie die völlig zerstörte Unterstadt neu aufgebaut, und zwar nach dem Muster eines Schachbretts. Alle Straßen führen rechtwinklig aufeinander zu, die Häuser haben einen einheitlichen Stil. Genau nach diesen Vorgaben wurde Vila Real angelegt, wobei wegen der Eile sogar Fertigteile aus Lissabon nach Vila Real verschifft wurden. 

28.02.2018  Ich bin noch in Vila Real de Santo Antonio. Ich stehe eigentlich sehr gut, mit Blick auf den Guadiana und ab und zu auch auf die Fähre die nach Ayamonte in Spanien fährt. Es regnet immer wieder heftig, den ganzen Tag lang. Am Abend ziehen auch immer wieder Gewitter durch. Kann nur besser werden.

01.03.2018  Der Tag begann schon mit einem lautem Donner, da waren sicher alle schlagartig wach. Dann kam immer wieder Regen und auch ein heftiger Sturm. Nachdem ich alles wieder reisefertig hatte bin ich heute weitergefahren bis Mertola. Die weiße Stadt liegt sehr schön am Guadiana. Ich bin schon paarmal unten am Fluß gestanden, diesmal stehe ich oben auf dem Parkplatz.  N 37-38-28  W 7-39-48 Da kann man besser die Stadt besuchen. Aber das lassen wir in Zukunft, die steilen Straßen mit Natursteinpflaster ist für mich und auch meinen Zwei nichts. Tut schon weh, wenn man sie anschaut. Morgen werden wir das Kloster besuchen, das liegt im Grünen. :-))

02.03.2018 Ich bin noch in Mertola. Das Kloster war ein Friedhof, aber mit einer tollen Aussicht. Bin ein wenig in der Gegend  umher gefahren, schöne Landschaft, aber keine Großtrappen oder andere Vögel waren unterwegs. Es war aber auch noch heftiger Sturm. Abends stand Gerhard noch mit auf dem Parkplatz, er ist auf der Durchreise nach Spanien. Wir hatten zusammen einen schönen Abend. 

03.03.2018  Heute komme ich in das Gebiet, in dem die Groß Trappen zuhause sind. Wenn ich Glück habe, werde ich welche sehen. Aber heute schon mal nicht, es regnet fast den ganzen Tag. Ich bin jetzt in Entradas an der Pompstation. (Tankstelle)  N 37-46-44  W 8-00-38  Man kann hier gut stehen und morgen scheint vielleicht schon wieder die Sonne. 

04.03.2018  Die Sonne scheint und ich fahre zum Barragem do Roxo. Hier ist ein Stellplatz am See. N 37-56-11  W 8-04-52  5 Mobile stehen schon hier unter den Bäumen. Ich hatte gehofft die Blauelstern zu treffen, aber sie lassen sich nicht blicken. Es war dann super, als ich meinen erster Schmetterling, ein Schwalbenschwanz, gesehen habe.

05.03.2018 Ich stehe noch am Barragem Roxo. Den ganzen Tag über wechseln Sturm, Regen und Sonne sich ab. Die wilden Vögel habe ich wohl gesehen aber fotografieren ging nicht. Dafür hat mich der Rabe, der im Baum saß entschädigt. Es war der zahme Rabe von meinem Nachbar, er hat auf seinen Touren einen Schäferhund und den Raben als Begleitung. 

06.03.2018 Heute ging es weiter mit einer Runde südlich von Castro Verde, es regnet immer wieder aber es ist schön durch die Gegend zu fahren. Weite Flächen und Felder mit urige Steineichen, große Schafherden und auch vielen Störchen. Ich stehe jetzt wieder an der Tankstelle Entradas, diesmal stehe ich nicht alleine, es übernachten noch 5 Mobile hier. Über mir ein herrlicher Sternenhimmel, ich denke morgen wird es ein sonniger Tag.

07.03.2018  Es beginnt wirklich ein sonniger Tag. Ich möchte heute vielleicht Groß Trappen entdecken. Die Gegend, eine Getreidesteppe, wird auch als weißes Feld bezeichnet.  In diesem Landstrich stehen die Vögel unter besonderem Schutz. 

Gegen Mittag entdecke ich doch noch einen Trupp Groß Trappen, die über die Steppe ziehen. Allerdings sehr weit weg. 

Im Wetterbericht sehe ich Regen und für die nächsten Tage noch zusätzlich Sturm. Deshalb mache ich es mir auf einem Campingplatz gemütlich. Ich fahre auf den CP Parque de Campismo de Castro Verde  N 37-42-17,7  W 8-5-15,6 Gegen Abend fängt es schon heftig an zu regnen. 

08.03.2018 Sonne und Regen wechseln sich ab. Ich stehe im unteren Teil des Campingplatzes unter Bäumen und da tummeln sich auch die Blauelstern. 

09.03.2018  Naja Frühling in Portugal habe ich mir etwas anders vorgestellt. Aber vielleicht bin ich einfach zu früh dran. Ein Hase hat sich den Campingplatz ausgesucht und Nicki und Emma haben ihn noch nicht entdeckt, aber beim Gassigehen hoppeln viele kleine Häschen in den der Wildnis umher; jetzt gehe ich lieber im kleinen Park spazieren.

10.03.2018  So wie ein Schiff nicht für den Hafen gebaut wird, so wird auch ein Wohnmobil nicht für den Campingplatz gebaut. Es geht also weiter. Aber so ab und zu auf einen Campingplatz gefällt mir auch. Mein Ziel ist heute Monsaraz, das ist ein Ort mit einer Festung hoch über dem größten Stausee von Europa dem Barragem do Alqueva. Hier ist auch ein Stellplatz  N 38-26-34,1  W 7-22-45,9 unterhalb der Stadtmauer mit Blick über das Land.

11.03.2018  Monseraz ist ein altes mittelalterliches Städtchen mit einer Stadtmauer. Es ist dort eine Burg in der eine Stierkampf-Arena war. Man hat von dort eine schöne Aussicht über den Stausee Alqueva und die Brücke nach Moura. In dieser Nacht war immer wieder Starkregen und auch ein Gewitter. Am Vormittag konnte ich mit den Hunden gehe, es war sonnig und der Himmel war blau, aber nur für eine Stunde, dann ging es wieder los. Ich hoffe das Wetter richtet sich nicht genau nach dem Wetterbericht. 

12.03.2018  Ich bin ein Stückchen weiter gefahren nach Luz. Der Ort liegt am Stausee und hat eine interessante Geschichte. Das alte Luz wurde überflutet und hier wieder neu errichtet. Man kann die Bilder im Museum sehen. 

So ein bisschen Frühling ist doch zu sehen. Man kann hier schöne Spaziergänge machen. Wenn es schon mal nicht regnet, muss man es ausnutzen. 

13.03.2018  Mittags ziehe ich weiter nach Norden. Durch eine schöne Gegend mit vielen Weingärten. Ich habe mir den Stellplatz in Redondo ausgesucht.  N 38-38-42  W 7-32-35  Es ist ein großer Platz am Ortsrand und ich freue mich, dass noch ein Wohnmobil hier ist. Der Ort und das Kastell ist nicht weit und es wird unsere Gassirunde. 

14.03.2018 Nun bin ich im Norden des Alentejo gelandet. Aus der Ebene in ein Mittelgebirge an der Grenze zu Spanien. Ich bin im Park Natural da Serra de Sao Memede. Ganz genau am Barragam do Povoa. Hier ist direkt am See ein super Stellplatz, der auch gut besucht ist.  

N 39-29-02  W 7-32-51 . Die Fahrt hierher war sehr schön eine tolle Gegend, aber auch abenteuerlich, es gab Sturm, Regen, Starkregen, das volle Programm. Rechts und links von der Straße überschwemmte Felder und aufgeweichte Wege aber alles wildromantisch. Ich kannte den Stellplatz nicht und habe mich sehr gefreut, hier auf einem gepflasterten Platz zu stehen. 

15.03.2018 Auf dem Stellplatz am Barragam do Povoa sind alle Plätze belegt, es ist ein beliebter Stopp auf der Fahrt in die Heimat. Es ist immer noch Regen angesagt, aber so zwischendurch kommt auch mal die Sonne und dann drehe ich mit meinen 2 und dem Foto meine Runden. 

Langsam wird es Frühling. Die Erdhummel und die blaue Holzbiene sind auch schon aktiv. 

Störche haben ihre Nester überall. Hier auch in einem großen Baum.

Der Stausee ist eben voll, deshalb wird unterhalb der Staumauer Wasser abgelassen. Mir ist das nicht ganz geheuer und bin gleich wieder den Berg hochgelaufen. 

16.03.2018  Heute verlasse ich Portugal und fahre nach Spanien in die Extremadura. Ich fahre die N 521 an Castelo de Vide vorbei und durch Valencia de Alcantra durch eine weite Ebene.

1 km vor Spanien sehe ich große Vögel am Himmel kreisen; vor einer großen Felsenwand. Da auch ein Parkplatz gegenüber ist, schaue ich mir die Geier an, die in der Wand brüten. Mein Ziel ist Caceres der Stellplatz in der Stadt. N 39-28-49  W 6-22-08