Sizilien im Westen

 

01.03.2015  ( 15 )  Es ist Frühling in Sizilien. Nach den Regentagen erblüht die Natur. Ich bin noch in Selinunte - Marinella werde aber nicht den Tempel und die Reste der antiken Stadt besuchen. Ich gehe mit meinen Zwei an den Strand, dort ist auch ein Zufluss und Nicki stürzt sich mit Begeisterung in das Wasser. Danach fahre ich nach Campobello de Mazara von dort geht eine Straße nach Roche Cave di Cusa. Es ist die Stelle, an der die Säulen für die Tempel, aus dem Fels geschlagen wurden. Sie wurden dann 12 km über das Land transportiert.  Das möchte ich mir anschauen und ich bin sehr überrascht hier ein Stück herrliche Natur zu finden. Ich versuche es in den Bildern festzuhalten. Ich stehe auf einem schön angelegten Parkplatz und werde hier auch übernachten. N 37-37-9,1  E 12-43-26,8

 


Frühling in  Roche Cave di Cusa 


02.03.2015  ( 17° ) Es war eine sehr ruhige, mondhelle Nacht. Man hörte nur irgendwelche Nachtvögel. Irgendwie ist es mir schon lieber, wenn noch ein Mobil da ist. Seit ich in Sizilien bin ist mir untertags, vielleicht ein Mobil begegnet und zweimal war auch auf dem Stellplatz noch ein Mobil neben mir. Vielleicht ändert es sich das jetzt im März. Man fährt durch Sizilien und hat alles, Meer, Strand, Berge, Natur und Kultur, antike Städte und viel interessante Geschichte. Meistens werde ich aber bei Kultur von meinen " Beiden " überstimmt, sie wollen lieben in die Natur und ans Meer. Wenn ich ehrlich bin; ich auch. So wie heute früh, da habe ich beides antike Geschichte und Natur. Ich nehme das Stativ mit und bin auf der Suche von interessanten Blumen. 

 

Weiter geht es am Nachmittag nach Mazara del Vallo, das ist fast um die Ecke. Dort kann man im Hafen auf dem großen Parkplatz übernachten. Die Fischereiflotte gehört zu den größten von Italien. Es ist ein Ort mit engen, sehr engen Gassen und es gibt auch ein muslimisches Wohnviertel. Ich gehe erstmal in den Ort und das ist dann doch mit 2 Hunden nicht so einfach. Es ist eine sehr lebhafte Stadt, irgendwann sind wir am Kanal und dann im Hafen. Alles ist auf Fischfang ausgerichtet. Es gibt auch sehr viel große alte Kähne und viele, viele Fischerboote. Die Sonne geht gerade unter, als ich wieder bei meinem Mobil bin. Ich stehe ganz alleine auf dem großen Parkplatz und habe die Fischbesatzungen gesehen und auch die Arbeiter. Da weiß ich nicht, ob ich gut schlafe. Kurzentschlossen fahre ich ca. 20 km weiter nach Petrosino zu dem Campingplatz Biscione. N 37-42-04  E 12-28-39

 

03.-04.03.2015  ( 19° - 20° )  Ich bin noch auf dem Campingplatz. Irgendwie gefällt es mir hier, es ist total ruhig, klar- ich stehe hier alleine. Ich habe alle Einrichtungen, warme Dusche und das Beste eine eigene Waschmaschine. Ich stehe sehr schön unter Palmen, die Hunde kann ich frei lassen, sie liegen dann vor meinem Mobil. Nicht weit davon liegen die 2 Hofhunde. Ich fühle mich als echter Rudelführer, denn zum Gassigehen kommen die Beiden dann auch mit. Gleich um die Ecke ist das Meer mit einigen Fischerbooten. 


 

Neben mir steht ein Baum und er fängt an zu blühen. Ich habe nachgeschaut es ist ein Korallenbaum, es sind unzählige hier. Das muss ganz toll aussehen, wenn die alle blühen. 

 

05.03.-06.03.2015  ( 11° )  Im Westen nichts Neues. Es stürmt und regnet . Ich bin immer noch auf dem Campingplatz. Gestern kamen noch 3 Mobil, die Schutz gesucht haben. Heute drehe ich doch eine Runde mit dem Mobil. Ich fahre zum Einkaufen in einen Supermarkt, aber der spanische Mercadona ist nicht zu toppen. Lidl gibt es kaum, Penny schon eher. Ich gehe zu EuroSpin, da kauft man gut ein. Ich lade dort auch gleich meine Simkarte von TIM auf. Eine Gassirunde in der Regenjacke muss sein. Wir gehen kreuz und quer zur Strandstraße. Der Himmel ist grau, es regnet und über dem Meer geht die Sonne unter. Ein schmales Band  am Horizont ist hell erleuchtet und die Sonne strahlt durch die Wolken. Das Meer wird golden. So einen schönen Sonnenuntergang habe ich selten gesehen. Und das ohne Kamera. Es gibt Momente, die kann man nicht fotografieren, die kann man nicht filmen, die kann man nur erleben. 

 

07.03.2015  ( 12° ) nach 5 Tage auf dem Campingplatz rollen die Räder wieder. Auch die Sonne zeigt sich, es ist ein herrlicher Tag. Ich bin nicht weit von Marsala entfernt und fahre auf der SS115 und auch durch die Stadt. Ich fürchte die Städte, aber es gibt sehr wenig Umfahrungsstraßen. In einer Einbahnstraße geht es wieder sehr haarig zu. Ich werden in Zukunft in einer Stadt nicht auf mein Navi hören, sondern nach Wegweisern fahren, ich denke da komme ich besser durch und die Stadtrundfahrt wird nicht so stressig. Ich treffe sogar die Küstenstraße, die an den Salinen vorbei geht. Da kommt zuerst Spagnula dann bei S.Leonardo die Anlegestelle von der aus Boote zu Insel Mozia fahren. Dann geht es an einem großen Flugplatz vorbei und wieder zu den Salinen bei Salinagrande und zum Naturschutzgebiet Torre Nubia. Dann bin ich vor Trapani. Rechts erhebt sich ein Berg und man sieht oben den antiken Festungsort Erice. Ich möchte aber an den Golfo di Bonagia, muss also wieder durch die Stadt. Nur soviel, es ist gut gegangen, ich werde cooler. Gerade rechtzeitig zur abendlichen Gassirunde erreiche ich einen schönen Übernachtungsplatz, er ist in einer Ferienhaussiedlung nördlich von Tonnara di Bonagia. Es ist ein kleiner Parkplatz und ich stehe geschützt, denn am Abend frischt der Wind auf und es regnet wieder ausgiebig.     N 38-3-53,5  E 12-36-37,7 Aber vorher können wir die Umgebung auskundschaften, und das ohne Leine, das finden meine Beiden richtig toll.



Auf meiner Abendrunde habe ich den Frühling entdeckt.