Rückfahrt durch Italien Süd

 

17.03.2015  Ich fahre also auf der A3 in Richtung Norden durch eine tolle Landschaft. Es läuft gut und ich möchte mich heute mit 3 Sternen in Paestum treffen. Aber es kommt anders. Plötzlich zieht mein Mobil nicht mehr, die Drehzahl steigt und aus der Kühlerhaube raucht es. Zum Glück ist hier eine Ausweichstelle. Ich rufe den ADAC an und muss meinen Standort angeben. Ich wusste nicht, dass an der Autobahn alle 100 m eine kleine Tafel steht mit einer Nummer. Bei mir war es die A3 VII 290 Richtung Nord. Da war alles klar, dann bekam ich noch eine SMS, wann der Abschleppwagen eintreffen würde. Inzwischen haben sich 5 Männer vom Autobahndienst zu mir gesellt. Da war ich natürlich gut betreut. Das Mobil wurde retour geschleppt nach Lamerzia Terme. Die Verständigung in der Werkstatt ging mit Google Übersetzer. Dann kam der Anruf vom ADAC, ich sollte mit meinen Hunden in einem Hotel übernachten. Sie hatten mir auch einen Mietwagen besorgt. Das klingt alles so ganz einfach, aber all die Überlegungen und Entscheidungen; ich war total erledigt. Geschlafen habe ich im Hotel, unter den Leinentüchern mit den Decken, nicht so gut.

 

18.03.2105  Ich stehe in Lamezia Terme. Zwischen Flugplatz und Ausfahrt von der A3 spielt sich alles ab. Heute früh bin ich in der Werkstatt gefahren, das Mobil ist schon demontiert und die Ersatzteile bestellt. Gegen Mittag bekomme ich einen Anruf vom ADAC, laut Rücksprache mit der Werkstatt muss noch ein Ersatzteil ausgewechselt werden und somit sind die Reparaturkosten höher. Da bräuchten sie mein ok. Natürlich - was sein muss, muss sein.  Wenn alles nach Plan läuft, bin ich morgen wieder mobil. Das wird mir wieder vom ADAC mitgeteilt. Ich wüsste gar nicht was ich ohne ADAC machen würde.

 


19.03.2015 So ein Hotelaufenthalt ist nichts für uns. Die Hunde waren zwar richtig brav und auch zufrieden, aber mein Kampf in der Nacht mit den Decken, da ist mir mein Daunenbett doch viel lieber. Es hat mir schon gefallen, in der früh mit den Beiden meine Runde zu drehen und im Stehimbiss gegenüber meinen Kaffee zu trinken. Da kommen viele, die im Stehen mal schnell einen Kaffee trinken. Man wird sol langsam vertraut mit einem Ort. Trotzdem bin ich heilfroh als der Anruf kommt, das Mobil ist fertig. Super !!! Als ich dann alles erledigt habe und in mein Mobil sitze, ist das ein super herrliches Gefühl. Meine Beiden fühlten sich auch wieder zu Hause. Die Räder rollen wieder. Es geht gleich mal auf der SS18 an der Küste lang und dann eine kurze Strecke auf der A3 bis ich nach Osten zum Golfo di Taranto abbiege. An der Küste fahre ich bis zum Lido di Policoro, dort kann man sehr gut auf einem Parkplatz mit Beleuchtung und WC direkt an einem Naturschutzgebiet stehen. N 40-10-20,4  E 16-42-9,6  Die Umgebung werde ich morgen näher erkunden. 


20.03.2015 Schon kurz nach Sonnenaufgang bin ich im Naturschutzgebiet. Die Hunde schlafen noch. Ein Graureiher-Paar sitzt auf den Bäumen, aber sonst ist es ruhig. Da entdecke ich den Wiedehopf und verfolge ihn eine Weile. Aber so recht nahe komme ich ihm doch nicht. Es ist lustig wenn er fliegt, fast wie ein Schmetterling. Nach meinem Ausflug gehe ich noch mit den Hunden, durch den Pinienwald. Es geht dort ein breiter gepflasterter Weg bis zur nächsten Bucht. Aber dann ist Frühstück angesagt und der restliche Tag wird ein Ruhetag. Dann denke ich zu spät an die Sonnenfinsternis. Ich probiere ein Foto, Graufilter alleine reicht nicht, da verruße ich ihn vorsichtig und da kann ich die Sonne sehen. Nur noch ein kleines Stück vom Mond verdeckt die Sonne.

 

21.03.2015 Heute beginnt ein schöner Tag. ich bummle mit meinen Beiden auf den schönen Wegen durch den Wald. Am Wegesrand kann man immer wieder Interessantes entdecken. So sehe ich auch meinen ersten Schmetterling. Ich fahre dann mittags ein Stückchen weiter zu einem schönen, großen Strand mit einem großen Parkplatz. Marina di Pisticci San Teodora Viale Quarantotto. Er ist wie alle Strände verlassen. Das ist natürlich toll für die Hunde. Als wir von unserem ausgedehnten Strandspaziergang zurück kommen, sehe ich die Bescherung. Der vordere rechte Reifen ist sowas von platt. Es ist ein neuer Reifen und ich habe kein Ersatzreifen mit. Den könnte ich auch alleine nicht montieren. Also mal kurz beim ADAC angefragt, ob sie vielleicht einen Werkstattwagen schicken könnten. Er meint die wollen alle abschleppen, aber das Spiel kenne ich schon. Es ist Samstag Abend, und ich stehe, auf Beton, eigentlich sehr gut. Nur Internet geht nicht. Also vertagen wir es auf Montag früh.


22.03.2015 In der Nacht kommt Sturm auf, das Meer rauscht und vom Strand weht der Sand auf den Parkplatz. Ich habe die Nase im Wind, aber bekomme auch den ganzen Sand ab. Also erstmal mit den Hunden raus und dann probiere ich es doch mit dem kleinen Kompressor Luft in den Reifen zu bekommen, damit ich eine geschütztere Stelle suchen kann. Er rattert eine ganze Weile und hat dann doch 5,0 in den Reifen gepumpt. Ich fahre also an den Eingang vom Parkplatz dort ist es ruhiger, es fängt jetzt zu regnen an. Nach 5 Stunden schaue ich nach, es sind immer noch 5,0 im Reifen. Dann habe ich die Nase vom Strand voll und fahre an die SS106. Immer wieder schaue ich nach, der Reifen sieht ganz normal aus. Ich fahre so 50 km und übernachte auf einer Tankstelle Q8 mit großem Parkplatz an der SS106. Morgen zeigt es sich, ob alles ok ist. Aber warum war der Reifen platt ? 


23.03.2015 In der Nacht kamen noch einige Brummis und somit ist es so ab 4 Uhr ziemlich unruhig. Ein Gewitter mit Starkregen ist auch durchgezogen, aber ich stand geschützt. Jetzt regnet es immer noch und ich schaue zu meinem Reifen. Ganz normal auch der Reifendruck ist unverändert, das kann ich sehr gut mit dem kleinen Kompressor vom Notset prüfen. Ich denke, da hat jemand die Luft heraus gelassen, als ich mit den Hunden am Strand war. Ich starte, heute geht es ins Trulli-Land. Erstmal die SS106 Richtung Taranto , mache einen Abstecher zu einem Tempel und biege dann nach Massafra ab. Von dort geht eine kleine, schöne Straße nach Martina Franca. Es geht durch eine tolle Landschaft, schade es hat sich eingeregnet. Als ich auf einer Anhöhe bin und auch eine Parkbucht finde, mache ich Mittag. Da klart das Wetter etwas auf und ich schaue mich in der Gegend um. Es beginnt zu Blühen und die Natur wartet auf die Sonne.  Dann geht es weiter über Martina Franca nach Locorotondo nach Alberobello. Hier ist das Zentrum von den Trullis. In der ganzen Gegend stehen diese Häuser, alte und neue Wohnhäuser und auch landwirtschaftliche Gebäude im Trulli-Stil. Es regnet immer noch und ich fahre ein Stückchen weiter   zur Grotta di Putignano.  N 40-51-25,5 E 17-06-34,1  Auch eine Trulli-Grotte. Hier auf dem Parkplatz kann man übernachten; es kommt auch noch ein großes Wohnmobil. Als ich auf meine km-Anzeige schaue, sehe ich die Angabe: 100.000 km. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. 


24.03.2015 An dem Stellplatz hinter der Grotte Putignano  ist auch ein kleiner Naturpark, da sind wir in der Früh unterwegs und ich bummle noch etwas in der Gegend rum. Heute fahre ich nur bis Castellana Grotte dort ist auch ein Stellplatz  N 40-52-32,2  E 17-09-5,6 . Das ist nicht weit und so fahre ich noch etwas in der Gegend rum. Es ist trüb, aber es regnet nicht. Ich sehe viele Trulli, das Zentrum ist in Alberobello dort sind die weißen Trulli; es ist wie ein Museumsdorf. Ich war da vor Jahren einmal. Jetzt schaue ich mir die Trulli in der Landschaft an. Weil die Trulli ohne Mörtel gebaut wurden, konnten Gehöft und Hütten im 17. JH als Steinhaufen bezeichnet werden und blieb deshalb damals steuerfrei. Gegend Abend bin ich in Catellana Grotte auf dem großen Parkplatz unter Olivenbäumen. Ich stehe alleine hier. Auch bei der Grotte ist nichts los, ein paar Andenkenläden haben geöffnet. Die Catellana Grotte ist die berühmteste Grotte, die 1938 entdeckt wurde. Die Altar-Grotte zählt zu der schönsten Grotte der Welt. 


 25.03.2015  Es stürmt und regnet sehr heftig. Ich überlege ob ich losfahre, entschließe mich dann doch bis kurz vor Manfredonia auf einen Campingplatz zu fahren. Ich stelle in meinem Navi Autobahn ein um Bari zu umgehen. Ich stehe dann mittags auf einer Raststätte und die Sonne kommt. Da mache ich doch noch einen Ausflug zum Castel del Monte, das Jagdschloss des Stauferkaisers Friedrich II. Es steht hoch oben umgeben von Wald. Drei große Busse kommen mir entgegen. Ich fahre bis zum Parkplatz vor dem Castel, der wird gerade renoviert, aber einen kleinen Platz bekomme ich doch vom Parkwächter. Ich gehe um das Castel herum und genieße die Aussicht. Es wird auch am Castel viel erneuert und irgendwie hat es nicht den Charme von einem alten Jagdschloss; eher passt es in eine Kulisse. Ich mache meinen Parkplatz schnell wieder frei und fahre nach Barletta ans Meer. Dann über Margherita di Savoia am Meer lang Richtung Manfredonia. Das ist unterhalb vom Sporn. An der Straße ist rechts das Meer und links sind die Salzfelder der Saline. Ich fahre im Abendlicht und fast jede Parkbucht fahre ich an, es gibt soviel zu beobachten. Meine Beiden vertröste ich noch etwas; sie sind sehr geduldig. Bei Sonnenuntergang sind wir dann am Campingplatz Lido Salpi  N 41-33-17  E 15-53-17 . Es ist ein einfacher Campingplatz, sehr freundlicher Empfang und ein Platz unter Eukalyptusbäumen, keine 50 m zum Meer. Drumherum nur Natur. Mir gefällt es hier gut und meinen 2 Mädels sowieso. Da wird übermütig am Strand getobt und gestöbert.

 

26.03.2015 Ich stehe gut auf dem Campingplatz Lido Salpi. Hier unter den Bäumen stehen nur noch ein paar Mobile, die anderen stehen auf dem Platz am Eingang. Dort sind auch einige, die überwintern. Der Platz ist günstig; ich bezahle alles incl. auch Hunde und Strom, 11,90 EU Im Restaurant gibt es das Tagesmenü zu 8,00 EU. Meistens kann man bis Ostern die Hunde mit an den Strand nehmen, danach ist in ganz Italien für Hunde Strandverbot. Heute ist Haushaltstag, alles wird gelüftet; die Hunde liegen im Halbschatten; es ist wirklich schön hier. Ich werde auch morgen noch auf dem Campingplatz bleiben, da ist wieder Regen angesagt. Am Samstag geht es dann weiter. 


27.03.2015 Geregnet hat es heute nicht und wir haben einen schönen gemütlichen Tag auf dem Campingplatz. An den Strand können wir nicht mehr, da wird alles sauber gemacht und der Sand aufbereitet wahrscheinlich damit Ostern die Gäste kommen können. Aber im Anschluss an den Campingplatz ist eine große Trockenwiese. Dort sind wir am Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein, die Hunde stöbert herum und legen sich dann unter den großen Baum in den Schatten. Ich bin dort auf Wolli-Jagd. Wollis lieben blaue Blumen. Es kommen auch Schmetterlinge und kleine Eidechsen huschen schnell ins Gebüsch. Aber ich habe es diesmal auf Wollis abgesehen. 

 


 

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