Im Süden von Spanien und Vögelgucken

 

11.10.2014 Es ist Oktober und ich bin fast in der Einflugschneise der Zugvögel, da werde ich in der Gegend nördlich von Gibraltar etwas umherfahren zum Vögelgucken; dabei geht es mir nicht nur um Zugvögel. Ich bin gespannt was ich vor die Linse bekomme. 

Gestern war ich in Sanlucar de Barrameda und bin dort im Mündungsgebiet vom Rio Guadalquivir unterwegs gewesen. Zuerst geht nördlich von Bonanza eine lange Rumpelstraße durch einen Park und dann geht es weiter auf der Straße durch ein Naturschutzgebiet nach Trebujena. Von der Straße aus konnte ich meine ersten Aufnahmen machen, so als Auftakt.

12.10.2014  Gestern war ich schon früh unterwegs. Es war ein heller Morgen am Strand. Übernachtet habe ich auf den Parkplatz für Mobile, bin dann in der Früh etwas weiter an den Strand gefahren. Es ist dort eine große Fläche die man befahren kann. Die Hunde haben sich ausgetobt, ander Hunde begrüßt, Vögel gejagt und im Meer geschwommen (Hund müßte man sein). Ich bin dann noch, an Baumwollfeldern vorbei, ein Stückchen weiter gefahren nach Rota ST N 36-38-17,5  W 6-23-28,6. Er ist direkt am Strand Punta Cander. Ich war gerade von der Gassirunde zurück, als die Welt unterging. Ok sie hat es überstanden, es war fast 2 Stunden ein heftiges Gewitter mit Sturm und Starkregen. Ich stand zwischen 2 Mobilen und auf Beton. Da war es zum aushalten. Heute soll es noch regnen, deshalb werde ich wieder ein Stück fahren und Conil de la Frontera ansteuern. 

13.10.2014 Geregnet hat es nicht, den ganzen Tag Sonnenschein bei 25°. Nur der Wind war kräftig. Ich bin an Cadiz vorbei und dann auf einem großen Bogen durchs Land nach Conil de la Frontera gekommen. Unterhalb von der Stadt ist ein großer Parkplatz am Strand, auf dem man sehr gut übernachten kann. N 36-16-20,9  W 6-5-22,0. In der Nacht das Rauschen vom Meer und jetzt in der Früh wird der Himmel leicht rosa. Die Sonne geht erst so kurz nach 8.30 Uhr auf, gerade recht zur Gassirunde. Einfach schön hier. Gestern habe ich Gisela getroffen; sie ist auch bei den Sternen. Wir sind uns schon in Ferrol begegnet, sie ist von dort aus  durch Portugal gefahren. 

14.01.2014 Conil ist eine bildschöne Stadt und vom Strand aus ist eine tolle Sicht auf die Häuser und Gassen. Bis um 10 Uhr hatten wir Sonne und dann kam eine schwarze Wand übers Meer. Auf unserem Strandspaziergang war Emma das erstemal im Wasser. Wir mußten durch eine große Pfütze waten und sie wollte unbedingt mit. Am Nachmittag bin ich dann weiter nach Süden gefahren.

Ich bin in Tarifa. Es ist die südlichste Stadt Spaniens und ganze 14 km vor Afrika. Hier bläst oft ein ziemlich starker Wind und deshalb ist Tarifa als Starkwindrevier für Surfer aus ganz Europa, nicht zu toppen. 

Gestern bin ich hier angekommen, habe eine Runde durch Tarfira gedreht, die Stadt war voll Menschen und Autos, kein Platz für ein WoMo. Alles ist auf die Surfer eingestellt. Ich bin dann zum nördlichsten Strand von der Bucht gefahren nach Punta Paloma. N 36-4-10,8  W 5-41-28,1 Dort ist ein schöner Parkplatz über dem Strand und neben einer großen Düne. Man hat eine herrliche Sicht über die Bucht und nach Afrika. Da die WoMos von den Surfer in der ganzen Bucht irgendwo stehen, kann man auch hier auf dem Parkplatz sehr gut übernachten. Die Nacht war stürmisch und es hat heftig geregnet, aber die Sonne steht wieder strahlend am Himmel, nur über Afrika ist eine schwarze Wolkenwand. 

15.10.2014 Gestern, nach einem Standspaziergang, bin ich Richtung Gibraltar gestartet. Über Tarifa (bei den Windrädern) sah ich dann eine Gruppe Greifvögel ihre Runden drehen. Hier ist Afrika ganz nahe. Ich bin dann zum Aussichtspunkt über Gibraltar N 36-13-20,3  W 5-21-0,3 gefahren. Eine herrliche Sicht auf den Felsen. Über mir ein klarer, blauer Himmel, aber kein einziger Vogel. Am Abend habe ich mich dann in das Verkehrsgewühle, zwischen San Roque und Algeciras, gestürzt. Bin dann auf die A 405 Richtung Ronda abgebogen. Schon nach 5 km war ich in einer aderen Welt. Ein schönes Tal und kaum Verkehr. Ich steuerte den Stellplatz in Castellar de la Frontera an. N 36-16-59,8  W 5-25-17,0. Er ist in der neuen Stadt, die alte Stadt ist 10 km weiter in den Bergen mit einer Burganlage. Der Stellplatz ist in einem Vorort mit Schwimmbad und kleinem Park. Es ist sehr ruhig hier. Bevor ich weiterfahre werde ich noch Wasser tanken. 

16.10.2014 Es war ein trüber Tag. Ich bin ein Stück die Strecke nach Ronda gefahren. Hier sind die größten Korkeichenwälder, ich dachte auch die Berge sind vielleicht über den Wolken, aber es war nicht so. Der Nebel blieb und so habe ich wieder den Parkplatz, an der Bucht von Tarifa, angesteuert. Einige Surfer haben hier noch die Stellung gehalten. Vielleicht wird es heute wieder sonnig?

Als sich der Nebel über dem Meer verzogen hat, wurde es ein sehr sonniger Tag. Der Morgenspaziergang über die Dünen war super schön. Es war auch der Abschied vom Atlantik oder besser von der Costa de la Luz. Ich bin froh, daß ich den Verkehr um Gibraltar hinter mich habe. Eigentlich wollte ich vor Marbella auf einen Campingplatz gehen, aber ich hatte keine Lust mehr zu Sonne, Sand und Meer. Ich bin dann wieder in die Berge gefahren, diesmal die N 397 nach Ronda zum Campingplatz El Sur.